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Ausgangsthesen

  1. Grundvoraussetzung für eine aktive Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit ist die Selbst-Reflexion. Nur wer einen eigenen Standpunkt einnehmen und formulieren kann, ist in der Lage, sich mit sich selbst und seiner Umwelt differenziert auseinander zu setzen.
  2. Die Auseinandersetzung mit Identität und Toleranz ist daher die Grundlage für das aktive Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit. Identität zielt in diesem Zusammenhang auf den jeweiligen individuellen Orientierungsrahmen, der dem eigenen Handeln zugrunde gelegt wird. Dieser kann auch Widersprüche in sich bergen und muss nicht automatisch schlüssig sein, wobei der Bogen von ganz persönlichen Aspekten über private und soziale Bereiche bis hin zu differenzierter politischer Überzeugung und historischem Bewusstsein reicht.
  3. Fremdenfeindlichkeit meint grundsätzlich negative Einstellungen und intolerante Handlungsweisen, die sich gegen Einzelne oder Gruppen richten, die nicht als Zugehörige zur eigenen Gruppe und somit als ´fremd´ angesehen werden. Eine fremdenfeindliche Grundhaltung ist einerseits als zentrales, konstituierendes  Merkmal des Rechtsextremismus´ zu erachten, andererseits als dessen gesellschaftsfähiger Anker in der Gesellschaft. Daher hat die Toleranzerziehung im Hinblick auf Rechtsextremismus in erster Linie einen Präventivcharakter, sie kann nur bedingt als Interventions- oder „Therapie“instrument eingesetzt werden.
  4. Zu den Push-Faktoren von Rechtsextremismus gehören die emotionale und soziale Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen. Ein entsprechendes Seminarprogramm muss daher neben der Förderung der relevanten kognitiven Kompetenzen beim emotionalen und sozialen Lernen ansetzen. Somit kommt dem Programm zugleich eine Integrationsfunktion zu.
  5. Rechtsextreme Codes und rechtsextreme Musik können als maßgebliche Pull-Faktoren für Rechtsextremismus unter Jugendlichen angesehen werden. Sie sind daher wichtige Anknüpfungspunkte für die kritische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus als Gefahr für das demokratische, pluralistische Miteinander.
  6. Kurzprogramme machen hier pädagogisch nur dann Sinn, wenn diese einen Anstoß zur nachhaltigen Auseinandersetzung mit Pluralismus durch eine individuelle Mehrwert-Erfahrung ermöglichen. Die Methoden müssen daher interaktiv sein.
  7. Ein umfassendes, demokratisches Grundverständnis schließt eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Geschichte ein. Eine höhere Nachhaltigkeit des Seminarprogramms wird erreicht, wenn auf die Stärkung der Ich-Identität und die Vermittlung von Toleranzkompetenzen sinnvoll aufbauende Module der Demokratieerziehung und der kritischen Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus.
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